Die Begrenztheit des menschlichen Handelns und Denkens
Jeder Mensch ist auf eine Art Gefangener seiner
selbst. Die Seele ist gefangen in einem Körper und dieser wird von Gedanken
gesteuert, von denen niemand wirklich weiß, woher sie kommen und wie sie
entstehen. Wir wissen, wie wir diese Gedanken beeinflussen können, durch
Bilder, Texte, Töne, Farben und andere
Dinge, wie Gerüche und Berührungen. Es gibt unzählige Möglichkeiten der
Einflussnahmen und in der heutigen Informationsgesellschaft auch Unmengen von
Kontaktstellen, über die Informationen fließen. Gerade noch zur Nachtzeit ist
es dem Menschen vergönnt sich dieser Beeinflussung zu entziehen. Allerdings nur
bei normalem Schlafverhalten. Schlaflosigkeit und Grübeleien in der Nacht,
könnten durchaus Ursachen in der Reizüberflutung des vergangenen Tages haben.
Der Mensch tut das und kann das, was man ihm im Laufe seines Lebens beibringt.
Die Eltern, die Verwandten, Lehrer, Arbeitskollegen und Freunde oder Bekannte,
heute immer mehr die Medien und deren Hauptdarsteller formen den Menschen. Sie
sind für gewisse Grundeinstellungen verantwortlich und prägen die Sicht eines
Menschen auf die Dinge um Ihn herum. Ob es einem Menschen möglich ist, größere
Zusammenhänge in verschiedensten Teilgebieten zu erkennen, hängt wohl sehr
stark von der Menge an Informationen ab, die ihm in der Zeit davor zugeflossen
sind. Ohne Informationen, kein erkennen, verstehen und handeln. Wie er auf Informationen reagiert hängt nun
auch wieder von seiner Prägung ab. Liebt er die Menschen oder hasst er sie. Mag
er Milch, oder kann er sie nicht ausstehen. Jede Prägung führt zu individuellen
Handlungen auf vorhergegangene Informationsverarbeitungen. Könnten Menschen
Ihre Prägung vernachlässigen und anders als erwartet reagieren? Es fällt schwer
und kostet Überwindung. Der Mensch als
Gewohnheitstier sucht im Normalfall den einfachen Weg. Doch hin und wieder
fallen besondere Typen durch besondere Leistungen auf, die Sie nach Jahren des
Trotts in zertretenen Lebenswegen in völlig neue Sphären führen. Sie besteigen
Berge, tauchen in ungeahnte Tiefen oder springen mal vom Rand der irdischen
Lufthülle mit einem Fallschirm in die Tiefe. Diese Menschen überschreiten
Grenzen, vor allem ihre eigenen.
Für den Rest gilt, ich sehe, was ich sehe, ich weiß,
was ich schon gesehen oder von dem ich schon gehört habe. Jeder handelt nach seinen Erfahrungen
und nach seinem persönlichen besten Wissen und Gewissen. Das dieses Wissen
manchmal nicht ausreichend ist und das Handeln dementsprechend erfolglos
bleibt, dies steht auf einem anderen Blatt. Das beschränkte Wissen gibt dem
Geist im Körper auch noch Recht und lässt ihm keine Chance, die Fehler zu erkennen.
Das ist die Begrenztheit, unter der der Mensch leidet. Für den einen stellen
Handlungen eines Menschen die größten, revolutionärsten Taten dar, für den
nächsten handelt es sich um pure Zeitverschwendung! Der eine hält diese Zeilen
für unterhaltsam, der andere gähnt vor Langeweile! Der eine kann den
Zusammenhang des Textes mit seinen Erfahrungen herstellen, der andere nicht, da
Ihm diese fehlen. Aber da es sich bei diesen Zeilen auch um Erfahrungen
handelt, welche das Seelenleben eines Menschen bereichern, geht derjenige, der
sie liest, eventuell mit wacherem Blick durchs Leben. Einen Versuch ist es wert.
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