Montag, 14. Januar 2013

Die Begrenztheit des menschlichen Handelns und Denkens


Die Begrenztheit des menschlichen Handelns und Denkens


 

Jeder Mensch ist auf eine Art Gefangener seiner selbst. Die Seele ist gefangen in einem Körper und dieser wird von Gedanken gesteuert, von denen niemand wirklich weiß, woher sie kommen und wie sie entstehen. Wir wissen, wie wir diese Gedanken beeinflussen können, durch Bilder, Texte, Töne,  Farben und andere Dinge, wie Gerüche und Berührungen. Es gibt unzählige Möglichkeiten der Einflussnahmen und in der heutigen Informationsgesellschaft auch Unmengen von Kontaktstellen, über die Informationen fließen. Gerade noch zur Nachtzeit ist es dem Menschen vergönnt sich dieser Beeinflussung zu entziehen. Allerdings nur bei normalem Schlafverhalten. Schlaflosigkeit und Grübeleien in der Nacht, könnten durchaus Ursachen in der Reizüberflutung des vergangenen Tages haben. Der Mensch tut das und kann das, was man ihm im Laufe seines Lebens beibringt. Die Eltern, die Verwandten, Lehrer, Arbeitskollegen und Freunde oder Bekannte, heute immer mehr die Medien und deren Hauptdarsteller formen den Menschen. Sie sind für gewisse Grundeinstellungen verantwortlich und prägen die Sicht eines Menschen auf die Dinge um Ihn herum. Ob es einem Menschen möglich ist, größere Zusammenhänge in verschiedensten Teilgebieten zu erkennen, hängt wohl sehr stark von der Menge an Informationen ab, die ihm in der Zeit davor zugeflossen sind. Ohne Informationen, kein erkennen, verstehen und handeln.  Wie er auf Informationen reagiert hängt nun auch wieder von seiner Prägung ab. Liebt er die Menschen oder hasst er sie. Mag er Milch, oder kann er sie nicht ausstehen. Jede Prägung führt zu individuellen Handlungen auf vorhergegangene Informationsverarbeitungen. Könnten Menschen Ihre Prägung vernachlässigen und anders als erwartet reagieren? Es fällt schwer und kostet Überwindung. Der Mensch  als Gewohnheitstier sucht im Normalfall den einfachen Weg. Doch hin und wieder fallen besondere Typen durch besondere Leistungen auf, die Sie nach Jahren des Trotts in zertretenen Lebenswegen in völlig neue Sphären führen. Sie besteigen Berge, tauchen in ungeahnte Tiefen oder springen mal vom Rand der irdischen Lufthülle mit einem Fallschirm in die Tiefe. Diese Menschen überschreiten Grenzen, vor allem ihre eigenen.

Für den Rest gilt, ich sehe, was ich sehe, ich weiß, was ich schon gesehen oder von dem ich schon gehört  habe. Jeder handelt nach seinen Erfahrungen und nach seinem persönlichen besten Wissen und Gewissen. Das dieses Wissen manchmal nicht ausreichend ist und das Handeln dementsprechend erfolglos bleibt, dies steht auf einem anderen Blatt. Das beschränkte Wissen gibt dem Geist im Körper auch noch Recht und lässt ihm keine Chance, die Fehler zu erkennen. Das ist die Begrenztheit, unter der der Mensch leidet. Für den einen stellen Handlungen eines Menschen die größten, revolutionärsten Taten dar, für den nächsten handelt es sich um pure Zeitverschwendung! Der eine hält diese Zeilen für unterhaltsam, der andere gähnt vor Langeweile! Der eine kann den Zusammenhang des Textes mit seinen Erfahrungen herstellen, der andere nicht, da Ihm diese fehlen. Aber da es sich bei diesen Zeilen auch um Erfahrungen handelt, welche das Seelenleben eines Menschen bereichern, geht derjenige, der sie liest, eventuell mit wacherem Blick durchs Leben. Einen Versuch ist es wert.

 

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